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Das Rechte- und Rollenmodell des contentserver benötigt keine redundante Benutzerverwaltung, sondern greift unmittelbar auf den Verzeichnisdienst der Einsatzumgebung zurück. Unterstützt werden Active Directory, LDAP und NT-Domänen, entweder global oder lokal auf dem Webserver. Zusammen mit der komplett browsergestützten Redaktion und Administration kann damit die Ausbreitung auch in großen Organisationen in kürzester Zeit erfolgen. Die Authentifizierung eines Benutzers am eingestellten Verzeichnisdienst erledigt contentserver dann automatisch.

Das Rechtemodell des contentserver ist sowohl funktionsbezogenen als auch inhaltsbezogen:

  • Zum einen wird der Umfang des Funktionsmenüs exakt an die jeweilige Rolle angepaßt, so dass kein Benutzer mit unzugänglichen oder unbekannten Funktionen konfrontiert wird.
  • Zum anderen wird in Bezug auf den Inhalt festgelegt, wer an welchen Artikeln eine bestimmte Redaktionsfunktion ausüben darf. Ebenfalls ist der Zugriff auf Medien in der Medienverwaltung und auf die Administration von Prozessen differenziert steuerbar.

Alle Rechte des contentserver werden über Gruppen des Verzeichnisdienstes definiert. Zuständigkeiten lassen sich somit über die vorhandene Gruppenverwaltung abbilden; es ist kein zusätzlicher Verwaltungsaufwand erforderlich. Ein spezieller Mechanismus sorgt dafür, dass aus der Vielzahl existierender Gruppen eine Teilmenge gebildet werden kann, die für den Betrieb des contentserver relevant ist (sog. "Basisbenutzer" oder "Base User"); alle übrigen Gruppen für andere Zwecke bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus bietet contentserver symbolische Gruppen für personalisierte Pflegefunktionen an: Der Ersteller einer Seite ("awCreator") und der letzte Bearbeiter ("awAuthor") können zum Bezugspunkt anderer Redaktionsrechte werden.

Die Authentifizierung ist obligatorisch für alle Redaktionsfunktionen einschließlich ContextEdit. Für die reine Ausgabe von Webseiten (Lesefunktion) läßt sich differenziert einstellen, welche Webseiten anonym lesbar sind und welche eine Anmeldung erfordern und jeweils einstellbaren geschlossenen Benutzergruppen zugänglich sind. Somit ist ein kombinierter Betrieb von öffentlichen Internetseiten und zielgruppenorientierten Intranets und Extranets in demselben Repository möglich.

Im Normalfall wird eine erfolgreiche Anmeldung in einem nicht-persistenten Session-Cookie abgelegt. contentserver berücksichtigt jedoch automatisch auch solche Anmeldungen, bei denen das Schreiben eines Cookies abgelehnt wird. Somit entstehen auch bei anmeldepflichtigen Seiten im Internet keine Akzeptanzprobleme.

Alle Funktionen der API berücksichtigen die eingestellten Rechte automatisch und ohne explizite Programmierung. Dies reduziert nicht nur den Programmieraufwand, sondern stellt auch sicher, dass ein Entwickler keine Sicherheitslücken öffnen kann.

Im Zusammenspiel mit der Personalisierung registriert die Authentifizierung automatisch jedes neue Benutzerkonto nach der erstmaligen Anmeldung und hinterlegt eine fertige Datenstruktur im Repository. Eigene Ergänzungen, wie Interessenprofile oder personenbezogene Daten, lassen sich dadurch leicht und ohne Overhead ergänzen.

Als Erweiterung des contentserver ist der authserver verfügbar. Er sorgt innerhalb eines Server-Clusters dafür, dass eine einmal erfolgte Anmeldung automatisch an alle Server des Clusters weitergereicht wird. Somit kann ein transparenter Wechsel zwischen mehreren Repositorys (z.B. Internet und Intranet) erfolgen, ohne dass eine wiederholte Anmeldung erfolgen muss.