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Der Asynchronous Command Service (ACS) entkoppelt die Verarbeitung zeitkritischer Abläufe von der Ausführung der Schablonenskripte. Prozesse mit Wartezeiten, wie das Ausführen einer Zahlung, oder mit hohem Ressourcenbedarf, wie das Versenden eines Newsletters, werden unabhängig von den Aktivitäten auf der Website. Bei Bedarf lassen sie sich auf definierte Zeitpunkte verlegen und werden dann automatisch aktiviert.

Der ACS ist ein nativer Service für den Microsoft® Windows Server™. Damit können Programmabläufe aus der sequentiellen Verarbeitung von Template-Skripten herausgelöst werden und asynchron dazu erfolgen. Innerhalb der Generierung von Web-Seiten entstehen bei zeitkritischen Prozessen keine Wartezeiten mehr, weil der ACS deren Abarbeitung unabhängig durchführt. Dies kann unmittelbar parallel zum weiteren Ablauf der Schablone oder zeitgesteuert zu einem definierten späteren Zeitpunkt erfolgen.

Für häufig benötigte asynchrone Abläufe stehen vorbereitete API-Funktionen zur Verfügung. So lässt sich eigener Skriptcode aus Schablonen und ASP-Seiten asynchron ausführen (analog zu der Funktion verschachtelter Schablonen im contentserver), der Versand von E-Mails veranlassen, eine SQL-Anweisung ausführen und einen Selbsttest des Web-Servers starten. Über eine asynchrone Aktualisierung des Cache kann ferner die „prophylaktische“ Neugenerierung von Web-Seiten unabhängig von tatsächlichen Zugriffen bewirkt werden, was eine zusätzliche Optimierung der Antwortzeiten bringt.

In der verallgemeinerten Anwendung kann mit dem ACS beliebiger Programmcode asynchron ausgeführt werden. Die asynchrone Ausführung geschieht entweder sofort oder zu einem angegebenen Startzeitpunkt. Parallele Aktionen lassen sich mit Hilfe der Priorisierung des ACS steuern. Die Ausführung wird stets automatisch protokolliert. Nach einem Neustart des Web-Servers wird der zuletzt aktive Zeitplan aller Aktionen automatisch rekonstruiert und fortgesetzt (Wiederanlauf).

Über das eigenen Session Management des contentserver kann der ACS mit den Skripten der Templates und ASP-Seiten kommunizieren und Daten austauschen. Damit ist es möglich, im Ablauf von Benutzeraktionen, beispielsweise einer Bestellung oder eines Zahlungsvorgangs, die Ausgabe von Web-Seiten bereits fortzusetzen, während im Hintergrund die übergebenen Daten geprüft und verarbeitet werden. An beliebiger Stelle kann jede Schablone den asynchronen Prozess wieder „einfangen“ und dessen Ergebnisse verwerten.

Aktionen des Asynchronen Command Service lassen sich einmalig oder rekursiv aufrufen. Die rekursive Steuerung eröffnet vielseitige Möglichkeiten zur automatischen Steuerung der Website. Inhalte können etwa je nach Alter und Bedeutung verschiedene Plazierungen in Portal-Seiten automatisch durchlaufen (Content Rotation), der Web-Log kann periodisch ausgewertet und zur Beeinflussung der Site herangezogen werden, und externe Inhalte lassen sich regelmäßig automatisch importieren und publizieren.