Die Logik der Inhaltsablage in contentserver orientiert sich vor allem am Redakteur und ist so einfach aufgebaut, dass jeder schnell produktiv werden kann. Wer Inhalte erstellen oder bearbeiten will, findet sich in einem verständlichen Modell mit vertrauten Strukturen schnell zurecht.
Zentrales Element ist der Artikel. Aus technischer Sicht ist der Artikel eine Datenstruktur im Repository mit Metadaten und Inhaltsobjekten. Für den Redakteur ist ein Artikel in den meisten Fällen gleichbedeutend mit einer Webseite. In einem Informationsmodell kann es jedoch auch Artikel zu Steuerungszwecken geben, die niemals zu einer Webseite werden, und Webseiten (z.B. Portalseiten mit Vorschauelementen), die aus mehr als einem Artikel zusammengesetzt sind. Unabhängig von ihrer Verwendung verhalten sich alle Artikel immer gleich - Vorausetzung für leichtes Verständnis und schnelle Handhabung.
Ordner sind Artikel mit der Eigenschaft, selbst wiederum untergeordnete Artikel zu besitzen und somit eine hierarchische Struktur für die Website zu bilden. Ordner können je nach den Anforderungen des Inhalts beliebig gestaffelt werden. Im Gegensatz zur Dateiablage von Windows sind Ordner also nicht bloß Knoten mit einem Namen, sondern ihrerseits Artikel mit eigenem Inhalt. Das eröffnet für das Informationsmanagement in contentserver unbegrenzte Möglichkeiten.
Die Ablagestruktur aller Artikel präsentiert sich dem Redakteur als hierarchischer Baum, wie er ihm von der Dateiablage vertraut ist. Mit der "physikalischen" Ablage im Repository wird er niemals konfrontiert. Die Ablagehierarchie läßt sich zur Gliederung der eigentlichen Website heranziehen; ebenso gut kann hier auch eine abweichende Navigation angeboten werden.
Die Philosophie des contentserver ist, alle Informationen schon bei ihrer Erfassung zu strukturieren und dadurch alle Wege für eine variable Verwendung offen zu lassen. Jeder Artikel gliedert sich deshalb in vordefinierte Objekte. Objekte haben eine Bezeichnung und jeweils einen Objekttyp, passend zu der Art der Daten, die sie aufnehmen sollen. contentserver bieteteine Vielzahl von Objekttypen, z.B. für Texte (bearbeitbar mit dem Editor), Bilder oder Dokumente (aus der Medienverwaltung), Kategorien u.a.m.
Welche Objekte zu einem Artikel gehören, bestimmt ein Template. Jeder Artikel wird von einem Template abgeleitet und erbt die Objektstruktur, die dort definiert ist. Dieses Prinzip schafft Klarheit im Informationsmanagement von Anfang an. Templates können in beliebiger Anzahl paßgenau für jeden Webseitentyp entworfen werden, beispielsweise getrennt für Pressemeldungen, Produktbeschreibungen oder Veranstaltungshinweise. contentserver generiert aus diesen Templates automatisch die entsprechenden Eingabeformulare für den Redakteur. Stets arbeitet er so mit einer klaren Bedienerführung und erzeugt sauber strukturierte Daten.
Grundlegende Metadaten sind für jeden Artikel gleich und werden von contentserver automatisch abgefragt: der Ablageort, die Publikationsfrist, das Rechtemodell u.a.m. Andere Metadaten werden im Hintergrund ermittelt und automatisch mitgeführt: das Bearbeitungsdatum, die Version, der Autor etc. Zusätzlich benötigte Metadaten können über die Objekte beliebig ergänzt werden.
Ein Template enthält zum einen die Liste der zugehörigen Objekte und bestimmt zum anderen die logische Verarbeitung der darin erfaßten Inhalte zur fertigen Webseite. Dies geschieht über die Kombination von Skriptlogik und API mit einer beliebigen Anzahl von XSL-Transformationen. Diese einzigartige Architektur setzt für die Verwendung des contentserver keine Grenzen: vom einfachen Internetauftritt bis zur komplexen interaktiven Webapplikation.
Das Rechte- und Rollenmodell des contentserver ist von diesen Strukturen konsequent getrennt. Dadurch lassen sich differenzierte Lese- und Redaktionsrechte völlig unabhängig von der Logik der Templates definieren und jederzeit anpassen.
Die Artikelhierarchie eröffnet dabei zusätzliche Möglichkeiten: Getrennt nach Ressorts oder Fachbereichen läßt sich der Ablageort vorbstimmen und das Bearbeitungsrecht auf bestimmte Verzweigungen begrenzen.